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Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026 – VerKRÄG 2026
21.05.2026
Budget und FinanzenInneres und RechtWirtschaft

Kurz gesagt

Der österreichische Nationalrat hat beschlossen, das Verbraucherkreditgesetz zu überarbeiten: Ab dem 20. November 2026 tritt ein neues Verbraucherkreditgesetz in Kraft, das verbesserte Schutzmaßnahmen und Informationspflichten für Verbraucher bei Kreditverträgen einführt und damit die Rechte von Kreditnehmern stärkt.

Ausführlicher

Der Beschluss des österreichischen Nationalrats hebt das bestehende Verbraucherkreditgesetz auf und führt das Verbraucherkreditgesetz 2026 ein. Dieses neue Gesetz regelt umfassend die Konditionen und Anforderungen für Verbraucherkreditverträge. Es zielt darauf ab, die Rechte von Verbrauchern zu stärken und beinhaltet unter anderem verbesserte Informationspflichten für Kreditgeber, damit Verbraucher fundierte Entscheidungen treffen können. Es verbietet auch das Anbieten von Krediten ohne ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher und verlangt klare Informationen in der Werbung für Kredite.

Das Gesetz führt strenge Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung ein, um unbedachte Kreditvergaben und Überschuldungen zu verhindern. Kreditgeber müssen vor der Bereitstellung eines Kredits sicherstellen, dass der Verbraucher in der Lage ist, die Kreditverpflichtungen zu erfüllen. Automatisierte Entscheidungssysteme müssen transparente Erläuterungen bieten und Verbrauchern muss die Möglichkeit gegeben werden, Entscheidungen menschlich überprüfen zu lassen.

Zudem wird festgelegt, dass Kreditinstitute und Kreditvermittler bei der Gestaltung und Vergabe von Krediten god Verhalten an den Tag legen müssen. Sie dürfen Kredite nicht zu unfairen Bedingungen oder unter Ausnutzung der Unerfahrenheit von Verbrauchern anbieten. Bei Überschreitung der Kreditlinie oder Zinsänderungen sind Verbraucher rechtzeitig zu informieren.

Das Gesetz sieht Übergangsbestimmungen vor, die sicherstellen, dass bereits bestehende Kreditverträge schrittweise den neuen Regeln angepasst werden. Für Bürger bedeutet dies zukünftig mehr Transparenz, besseren Schutz und klarere Konditionen bei Verbraucherkreditverträgen.

Klassifizierungen

Budget und Finanzen

Banken & Finanzmärkte

Inneres und Recht

Verwaltungsrecht & Behördenorganisation

Wirtschaft

Handel & Konsumentenschutz

Schlagwörter

Finanzmärkte, Konsumentenschutz, Kreditrecht, Rechtsänderung, Verbraucherkredit, Verwaltungsrecht, Wirtschaft

Reden
Eine Übersicht der Reden von Abgeordneten zu diesem Beschluss im Nationalrat. Die Pro- und Contra-Daten sind dem Datensatz des Parlaments entnommen und entsprechen nicht zwangsläufig dem Abstimmungsverhalten der Partei.

02.06.2026

In seiner Rede kritisiert Andreas Arthur Spanring das Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026 und die damit verbundene Umsetzung der EU-Richtlinie. Er bemängelt, dass das neue Gesetz sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen nachteilig ist, da bestehende stärkere österreichische Verbraucherschutzregelungen wegfallen und das Gesetz zu mehr Bürokratie und Rechtsunsicherheit führt. Zudem fehlen Maßnahmen gegen übermäßig hohe Zinsen und Kosten.
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02.06.2026

Bundesrätin Simone Jagl betont in ihrer Rede die positiven Aspekte des neuen Verbraucherkreditgesetzes, wie das Verbot unaufgeforderter Kreditgewährungen, verbesserte Informationspflichten und das Recht auf menschliche Überprüfung von KI-Entscheidungen bei Kreditwürdigkeitsprüfungen. Sie kritisiert jedoch, dass das Gesetz keine Zinsobergrenzen festlegt, was sie als wichtigen Schutz gegen Überschuldung ansieht und fordert eine konsequentere Umsetzung im Sinne der Verbraucher.
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02.06.2026

In ihrer Rede betont Mag. Christine Schwarz-Fuchs, dass das Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026 Menschen vor Überschuldung schützen soll, indem strengere Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung eingeführt werden. Sie hebt hervor, dass das Gesetz klare Vorgaben für Onlineabschlüsse und den Einsatz automatisierter Systeme vorsieht und das Verbot unaufgeforderter Kreditgewährungen beinhaltet, um Verbraucher besser zu schützen.
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02.06.2026

Klemens Kofler kritisiert das Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026 als eine Maßnahme, die den Zugang zu Krediten für Durchschnittsbürger erschwere, da es überzogene Prüfungen und Bürokratie einführe. Er bemängelt, dass die geplanten Kreditwürdigkeitsprüfungen und neuen Vorschriften zu höheren Kosten und weniger Verbraucherschutz führten und dass es bei der Umsetzung an echten Lösungen wie Zinsobergrenzen und Schutz vor teuren Krediten fehle.
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02.06.2026

Der Abgeordnete Mag. Bernhard Ruf äußerte, dass das neue Verbraucherkreditgesetz als ausgewogen betrachtet wird, da es den Verbraucherschutz stärkt, indem es unfaire Kreditpraktiken verhindert, während es gleichzeitig den Banken Spielräume zur Bereitstellung angemessener Kreditangebote lässt. Er betonte, dass das Gesetz moderne Herausforderungen wie Onlinekreditinstitute und KI-generierte Angebote adressiert und somit sowohl den Schutz der KMUs als auch den Verbraucherschutz verbessert.
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02.06.2026

Dr. Manfred Mertel betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des neuen Verbraucherkreditrechts, das finanzielle Sicherheit gewährleistet, indem es Überschuldung vorbeugt und Transparenz erhöht. Er hob hervor, dass die Maßnahmen der Regierung die Kreditvergabe regulieren und an das Konsumverhalten der Gesellschaft anpassen, wodurch sowohl die Wirtschaft unterstützt als auch der Verbraucherschutz gestärkt wird.
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02.06.2026

Die Rede von Dr. Anna Sporrer bezieht sich auf das Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026, das den Rechtsrahmen zur Anpassung an moderne Geschäftsmodelle reformiert und den Verbraucherschutz stärkt. Im Fokus stehen erweiterte Informationspflichten, eine verschärfte Kreditwürdigkeitsprüfung und der Schutz vor unverantwortlicher Kreditvergabe, inklusive Regelungen zu digitalen Vertragsabschlüssen und künstlicher Intelligenz. Verpflichtende Maßnahmen sollen zudem Überschuldungen verhindern und Verbraucher bei Zahlungsrückständen unterstützen.
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20.05.2026 - 3 minuten

In ihrer Rede betont Bundesministerin Dr. Anna Sporrer, dass das neue Verbraucherkreditgesetz 2026 den rechtlichen Rahmen an moderne Geschäftsmodelle anpasst und dabei den Verbraucherschutz im Kreditwesen ins digitale Zeitalter überführt. Es erweitert den Anwendungsbereich, um alle Formen von Verbraucherkrediten, einschließlich moderner Modelle wie "Buy-now-Pay-later", zu erfassen und stärkt die Informationspflichten sowie die Kreditwürdigkeitsprüfungen, um die Verbraucher:innen vor unverantwortlicher Kreditvergabe und Überschuldung zu schützen.
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20.05.2026 - 4 minuten

Abgeordneter Süleyman Zorba kritisiert, dass die Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie in Österreich hinter den zwingenden Vorgaben der Richtlinie zurückbleibe, insbesondere in Bezug auf den Schutz vor Überschuldung. Er bemängelt, dass wesentliche Elemente wie Zinsobergrenzen unzureichend berücksichtigt wurden und nennt die fehlende verpflichtende Kreditwürdigkeitsprüfung bei Bürgen als weiteres Beispiel für Lücken im Beschluss.
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20.05.2026 - 3 minuten

Abgeordnete Dr. Alma Zadić kritisiert den Beschluss des Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetzes 2026 dahingehend, dass die Umsetzung hinter den zwingenden Vorgaben der EU-Richtlinie zurückbleibt und Wahlrechte zum Nachteil der Verbraucher ausgeübt werden. Besonders bemängelt sie das Fehlen von Regelungen zu übermäßig hohen Sollzinssätzen und Kosten- und Gebührengrenzen, was Verbraucher, insbesondere junge Menschen und solche mit geringem Einkommen, erheblich benachteiligt.
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20.05.2026 - 3 minuten

In ihrer Rede betont Abgeordnete Mag. Muna Duzdar, dass das Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026 die Rechte der Verbraucher stärkt, indem es die Informationspflichten für Kreditgeber erweitert und Verbraucher vor vorschnellen Kreditentscheidungen schützt. Sie spricht die Ausweitung des Konsumentenschutzes auf digitale Kreditprodukte und Kleinkredite an und unterstreicht, dass das Gesetz wichtige Maßnahmen gegen Überschuldung vorsieht und damit eine positive Entwicklung im Sinne des Verbraucherschutzes darstellt.
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20.05.2026 - 3 minuten

Der Abgeordnete Jakob Grüner (ÖVP) betont, dass das neue Verbraucherkreditgesetz die Entwicklungen im Bereich von Onlinekrediten adressiert, insbesondere Modelle wie "Buy now, Pay later". Das Gesetz setzt die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie um und sorgt dafür, dass Kreditkonditionen transparenter werden und Konsumenten jederzeit die Kosten ihrer Kredite überblicken können.
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20.05.2026 - 5 minuten

Der Abgeordnete Dr. Markus Tschank kritisiert das Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetz 2026, da es bei mangelnder Kreditwürdigkeit zwar ein Kreditvergabeverbot normiert, aber keine zivilrechtlichen Sanktionen wie die Rückabwicklung eines verbotenen Kreditvertrags vorsieht. Zudem vermisst er eine präventive Zinsobergrenze, die Verbraucher vor zu hohen Zinsen schützen könnte.
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Contra

20.05.2026 - 4 minuten

Abgeordneter Peter Wurm kritisiert, dass der Beschluss eine Verschlechterung des Konsumentenschutzes darstellt und keine der Forderungen des VKI berücksichtigt, insbesondere fehlt eine Zinsobergrenze. Er betont, dass Konsumenten dadurch schlechtergestellt werden und findet, dass der Beschluss zu Gunsten derjenigen ist, die Kredite benötigen, zumindest aber verschlechterte Konditionen für österreichische Bürger bringt.
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20.05.2026 - 4 minuten

Der Abgeordnete Mag. Christoph Pramhofer betont die Bedeutung des Verbraucherkreditrechts-Änderungsgesetzes 2026 zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2023, was einen starken Verbraucherschutz und fairen Binnenmarkt für Kredite fördert. Er hebt hervor, dass trotz zusätzlicher Bürokratie die neuen Regeln besseren Schutz vor Überschuldung, insbesondere bei Onlinekonsum, bieten sollen. Zudem kritisiert er das sogenannte "Gold-Plating" der Umsetzung und betont, dass die Änderungen unnötige nationale Besonderheiten vermeiden sollen.
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Dokumente
Gesetzestext
Beschlussformel NR
Anhang I
Anhang II
Anhang III
Beschlussformel BR

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