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Nachhaltigkeitsberichtsgesetz – NaBeG
21.01.2026
ArbeitBudget und FinanzenEuropäische UnionInneres und RechtWirtschaft

Kurz gesagt

Der österreichische Nationalrat hat ein Gesetz verabschiedet, das die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, insbesondere von Drittlandunternehmen, regelt und zahlreiche bestehende Gesetze anpasst, um die Transparenz und Rechenschaftspflicht in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte zu erhöhen.

Ausführlicher

Der österreichische Nationalrat hat ein neues Gesetz zur Nachhaltigkeitsberichterstattung beschlossen, das Drittlandunternehmen betrifft, die in Österreich tätig sind. Dieses Gesetz verpflichtet große Unternehmen und solche von öffentlichem Interesse, detaillierte Berichte über ihre Nachhaltigkeitsstrategien und -ziele zu erstellen und offenzulegen. Diese Berichte müssen Informationen über die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Governance enthalten und nach bestimmten EU-Standards erstellt werden. Unternehmen, die diesen Anforderungen nicht nachkommen, können mit Geldstrafen belegt werden.

Zusätzlich wurden Änderungen in verschiedenen bestehenden Gesetzen vorgenommen, um die neuen Anforderungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu integrieren. Dazu gehören Anpassungen im Unternehmensgesetzbuch, Aktiengesetz, GmbH-Gesetz und anderen relevanten Gesetzen. Diese Änderungen betreffen unter anderem die Berichterstattungspflichten, die Rolle der Aufsichtsorgane und die Prüfungsanforderungen für Unternehmen. Ziel ist es, die Transparenz und Verantwortung von Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu erhöhen.

Die neuen Regelungen treten schrittweise in Kraft, wobei einige Bestimmungen bereits ab 2024 gelten, während andere erst in den folgenden Jahren wirksam werden. Unternehmen haben somit Zeit, sich auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Die Umsetzung dieser Richtlinien soll sicherstellen, dass österreichische Unternehmen im Einklang mit den EU-Vorgaben handeln und ihre Nachhaltigkeitsziele klar und nachvollziehbar kommunizieren.

Klassifizierungen

Klima, Umwelt und Energie

Nachhaltigkeit & Ressourceneffizienz

Schlagwörter

Berichtsgesetz, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz

Reden
Eine Übersicht der Reden von Abgeordneten zu diesem Beschluss im Nationalrat. Die Pro- und Contra-Daten sind dem Datensatz des Parlaments entnommen und entsprechen nicht zwangsläufig dem Abstimmungsverhalten der Partei.

20.01.2026 - 6 minuten

In seiner Rede kritisiert Abgeordneter Mag. Christian Ragger das neue Nachhaltigkeitsberichtsgesetz als übermäßige Bürokratie, die der österreichischen Wirtschaft schadet. Er argumentiert, dass das Gesetz verfassungswidrig sei und die Regierung es nur umsetze, um den Vorgaben der EU zu entsprechen, obwohl es die Unternehmen mit zusätzlichen Berichterstattungspflichten belastet. Ragger betont, dass die Umsetzung des Gesetzes zu mehr Bürokratie führe, anstatt diese zu vereinfachen, und dass selbst kleinere Betriebe indirekt betroffen sein könnten.
leidenschaftlichüberzeugendpessimistischargumentativpräzisedestruktivintensiv

20.01.2026 - 3 minuten

Bezug zu Beschluss in Rede mittels KI nicht auffindbar
In ihrer Rede kritisiert Abgeordnete Nina Tomaselli die österreichische Regierung dafür, dass sie einen Antrag der Grünen ignoriert, der darauf abzielt, schädliche Bilanztricks wie die von René Benko zu verhindern. Sie fordert die Regierung auf, sich bei der Abstimmung klar für ehrliche Unternehmer und gegen solche Praktiken zu positionieren, und äußert Unverständnis darüber, dass die ÖVP und die NEOS den Antrag blockieren. Tomaselli betont, dass es notwendig sei, den Strafrahmen für Unternehmen zu verschärfen, die lieber Strafen zahlen, als ordnungsgemäße Bilanzen vorzulegen.
leidenschaftlichüberzeugendargumentativpräzisekonstruktivintensiv

20.01.2026 - 3 minuten

In ihrer Rede betont Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner, dass das neue Gesetz zur Nachhaltigkeitsberichterstattung Klarheit, Fairness und Verantwortung für die Wirtschaft und die Zukunft schafft. Sie hebt hervor, dass die Berichtspflicht in Österreich nun nur noch 120 Unternehmen betrifft, was eine deutliche Entlastung im Vergleich zu den ursprünglich geplanten 2.000 Unternehmen darstellt. Zudem wird durch das Gesetz ein teures Vertragsverletzungsverfahren abgewendet, das aufgrund der verspäteten Umsetzung der EU-Richtlinie drohte.
leidenschaftlichformalüberzeugendoptimistischargumentativpräzisehöflichkonstruktivintensiv

20.01.2026 - 5 minuten

In seiner Rede äußert Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger Kritik an der Umsetzung des Nachhaltigkeitsberichtsgesetzes (NaBeG) und den damit verbundenen ESG-Anforderungen. Er argumentiert, dass die neuen Berichterstattungspflichten zu einem übermäßigen bürokratischen Aufwand führen, der Unternehmen belastet, ohne dass ein entsprechender Nutzen für die Nachhaltigkeit entsteht. Fürlinger betont, dass die österreichische Unternehmerschaft bereits vorbildlich in Sachen Nachhaltigkeit agiert und dass der Fokus auf Bürokratieabbau und Deregulierung liegen sollte.
leidenschaftlichüberzeugendargumentativpräzisehöflichkonstruktivintensiv

20.01.2026 - 5 minuten

In ihrer Rede betont Bundesministerin Dr. Anna Sporrer, dass das Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) in enger Abstimmung mit verschiedenen Ministerien und Stakeholdern entwickelt wurde, um die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in österreichisches Recht umzusetzen. Sie hebt hervor, dass das Gesetz zunächst nur für Unternehmen der ersten Umsetzungswelle gilt und dass es eine Modernisierung des Unternehmensrechts beinhaltet, einschließlich der Anpassung des Unternehmensgesetzbuchs an die neuen europäischen Anforderungen. Dr. Sporrer unterstreicht die Dringlichkeit der Umsetzung, um drohende EU-Strafzahlungen zu vermeiden, und appelliert an die Abgeordneten, der Gesetzesvorlage zuzustimmen.
formalüberzeugendpräzisehöflichkonstruktivintensiv

20.01.2026 - 3 minuten

In seiner Rede betont Abgeordneter Mag. Manfred Sams, dass das Nachhaltigkeitsberichtsgesetz die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Finanzberichterstattung gleichstellt und somit Transparenz und fairen Wettbewerb stärkt. Er hebt hervor, dass auch große Drittlandkonzerne mit Aktivitäten in Österreich den gleichen Regeln unterliegen, wenn sie in der EU mehr als 150 Millionen Euro Umsatz erzielen. Zudem wird die digitale Einreichung von Berichten eingeführt, um die Verfahren zu modernisieren und zu vereinfachen.
formalüberzeugendpräzisehöflichkonstruktiv

20.01.2026 - 4 minuten

In seiner Rede kritisiert Abgeordneter Mag. Harald Stefan das neue Nachhaltigkeitsberichtsgesetz als ein bürokratisches Hindernis, das von der EU vorgegeben wird und Unternehmen zwingt, einen zusätzlichen Jahresbericht zu erstellen. Er argumentiert, dass dies Managementkapazitäten und finanzielle Ressourcen bindet, was die Unternehmen schwächt und Österreich als Konzernstandort unattraktiver macht. Zudem bemängelt er die fehlende Planungssicherheit für Unternehmen aufgrund der sich ändernden EU-Vorgaben.
leidenschaftlichüberzeugendpessimistischargumentativpräzisedestruktivintensiv

20.01.2026 - 5 minuten

In seiner Rede betont Abgeordneter Michael Bernhard, dass das neue Nachhaltigkeitsberichtsgesetz die europäische Vorgabe umsetzt, ohne zusätzliche nationale Barrieren zu schaffen, und sich auf große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 450 Millionen Euro konzentriert. Er hebt hervor, dass das Gesetz eine bürokratiearme Umsetzung vorsieht und den Mittelstand durch ein Trickle-down-Verbot schützt, indem es verhindert, dass große Unternehmen die Berichtspflichten auf kleinere Betriebe abwälzen.
leidenschaftlichüberzeugendoptimistischargumentativpräzisekonstruktivintensiv

20.01.2026 - 4 minuten

In seiner Rede betont Abgeordneter MMag. Jakob Grüner, dass das neue Gesetz zur Nachhaltigkeitsberichterstattung eine Umsetzung einer EU-Richtlinie von 2022 darstellt, die bereits seit vier Jahren diskutiert wird. Er hebt hervor, dass die Berichtspflicht große Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 450 Millionen Euro betrifft und dass überschießende Bestimmungen, wie Doppelbestrafungen und rückwirkende Berichtspflichten, erfolgreich aus dem Entwurf entfernt wurden. Grüner unterstreicht, dass das Gesetz ein Mindestmaß an notwendigen Regelungen umsetzt, ohne zusätzliche Belastungen für die Wirtschaft zu schaffen.
formalüberzeugendargumentativpräzisehöflichkonstruktivintensiv

20.01.2026 - 6 minuten

In ihrer Rede kritisiert Abgeordnete Dr. Alma Zadić das Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) als verwässert und nicht ausreichend, um die ursprünglich geplante Anzahl von Unternehmen zur Berichterstattung zu verpflichten. Sie bemängelt, dass nur 120 statt der ursprünglich vorgesehenen 2.400 großen Unternehmen Bericht erstatten müssen, was ihrer Meinung nach den fairen Wettbewerb verzerrt. Zudem fordert sie strengere Maßnahmen gegen Bilanzverschleierung und die Schließung von Transparenz-Schlupflöchern für große Holding-GmbHs.
leidenschaftlichüberzeugendpessimistischargumentativpräzisekonstruktivintensiv

20.01.2026 - 6 minuten

In ihrer Rede betont Abgeordnete Mag. Selma Yildirim die Bedeutung des Nachhaltigkeitsberichtsgesetzes, das darauf abzielt, die Berichterstattung großer Konzerne und Drittlandunternehmen in der EU zu vereinheitlichen und Greenwashing zu verhindern. Sie hebt hervor, dass das Gesetz die Transparenz und Verantwortung von Unternehmen in Bezug auf Umwelt- und Sozialfragen erhöhen soll. Zudem erwähnt sie, dass redaktionelle Änderungen notwendig sind, um die Gesetzgebung zu präzisieren und dass weitere Anpassungen in der Zukunft erforderlich sein könnten.
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Dokumente
Gesetzestext
Beschlussformel NR

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